‘mundhöhlenhochwasser’ von gestern

Freitag, Februar 17th, 2012
butterschlacht

Gestern wurden in unserer Küche die Schützengräben ins Mehl gezogen. Ein prestigeträchtiger Kampf – erbittert ausgefochten. Nichts geringeres, als die Hegemonialmacht am Backrohr galt es zu erobern. Ich gegen meine Mitbewohnerin. Die Waffen: Baby-Tartes. Sie schickte Orangen mit Pinienkaramell in die Schlacht, ich Apfel auf Mascarpone mit Toffifee-Stückchen.

Zum Schluss hieß es üppige Kalorien auf beiden Seiten zu beklagen.

Ihre Creme hätte etwas fester sein können und der Teig dünner. Dafür war ihre Komposition deutlich eleganter und in Sachen Optik überragte sie mich um Längen. Mein Toffifee hätte UNTER die Apfelstückchen gemusst. Jetzt sieht es aus, als wären Brandreste vom Ofenrost runter auf die Tartes gefallen. Geschmacklich schlug die Apfel-Schoko-Karamell-Kombo allerdings ein, wie eine Fliegerbombe in die Dresdner Frauenkirche.

So oder so: Eine Revanche wird unausweichlich sein. Und bis dahin ziehen wir zwei verwundet – aber ungebrochen – in unsere Hauptquartiere ab. Mit einem Bataillon an sündhaft leckeren Baby-Tartes. Und einigen uns vorerst auf unentschieden.

Mittwoch, Februar 8th, 2012
inka-cracker

Da ich zwar ein großer Fan von Cookies bin, mir aber die Zucker- und Butterdichte dieser amerikanischen Krümelleckereien schon immer suspekt war, habe ich etwas total neues erfunden: einen Amaranthkeks. Zumindest diesen einen speziellen Amaranthkeks. Meinen. Amaranth ist ein Pseudogetreide aus den Tiefen Brasiliens und weiß selber nicht, wie es geschrieben wird. Entweder mit “th” am Schluss oder nur mit “t”. Die Suchmaschinen-Meinungen gehen auseinander. Hierzulande wird es vor allen in gepuffter Form an den Kunden gebracht, was meine Kekse so schön lockerleicht und bekömmlich macht. Das Feedback war bisher einhellige Begeisterung. Die, aus meinen eigenen Hirnwindungen gemolkene Rezeptur beinhaltet bis jetzt zwei Geschmacksrichtungen: Vanillemandel, bzw. Limette & Cashew. Weitere hocharomatische und mit sicherer Hand kombinierte Sorten sowie eine designaward-verdächtige Verpackung werden folgen.

Sonntag, August 7th, 2011
tonhauben

Das, was ein wenig wie ein lustiger Hut aussieht, ist in Wirklichkeit aus Ton und zum Kochen. Genauer: Eine Tajine aus Marokko. Von der Mechanik her eine Mischung aus Wok und Römertopf. Wer es authentisch mag, isst direkt aus dem Gefäß. Auf jeden Fall wirkt es sehr gesellig und ist zudem ein schönes Küchenspielzeug. Sprich: Zwei unschlagbare Gründe, um es nun mein Eigen nennen zu können.

Sonntag, Juli 24th, 2011
handgemachtes aus der langen gasse

Weil es immer wieder von neuem Spaß macht zuerst den Kochlöffel und dann den Graphic-Pen zu schwingen, bin ich dazu übergegangen meinen kulinarischen Endprodukten einen Namen plus Verpackung zu geben.

Unter dem Branding LONG LANE & COMPANY gibt’s also ab nun diverses Essbares von mir. Ingwerlimonade, Marzipan und Knuspermüsli. Zumindest theoretisch. Die Verpackungen für Eis, Brot und Tartes folgen noch … In unbestimmter Zukunft.


Die Schrift für meine MUESLIs ist nebenbei bemerkt ,Canela‘ von Christian Groß.

Montag, Juni 13th, 2011
hasta la victoria cupcake!

Drei junge Voralbergerinnen haben sich sowohl gegen pampige Industrie-Backwaren verschrieen, als auch gegen grausige Kaffeehäuser, die verstaubte Touristenfallen sind. Zu Dritt sind sie die Guerilla-Bakery! Im Kampf um leckere Mehlspeisen stellen sich die Schneebesen-Che-Guevaras an die Rührschüssel und backen im Untergrund süße Gaumenfreuden. Später dann kann man den Schleckerkram bei ihnen im umdekorierten Hippster-Wohnzimmer käuflich erwerben. Einmal im Monat – gestern zum Beispiel.

Schöne Idee.

Montag, Juni 6th, 2011
süß & knusprig

Wenn man zu viel Zeit hat, die man aber nicht ganz sinnlos verschleudern möchte, widmet man sich einfach den schönen Dingen seines Lebens. Sprich dem, was man kann – bzw. noch ein bisschen besser können möchte. Die Bäckerei wird es zwar leider niemals geben, die Mango-Kokos-Tarte hingegen war ganz real.

Mittwoch, Mai 18th, 2011
so langsam gehts

Zugegeben: Es hat ziemlich lange gedauert mal den Anfang zu wagen. Mit ein bisschen Neugierde und Mut einfach loszulegen. Mehl und Wasser zusammen zu rühren und einen guten Sauerteigstarter zu bauen. Überhaupt mal den Grundgedanken zu verstehen. Aber so ganz richtig ist es noch nicht, irgendwas geht noch immer schief. Entweder wird die Kruste nicht knusprig genug oder man hat es wieder zu gut gemeint und das Brot wird zu sauer. Ganz schlimm ist es immer dann, wenn zunächst alles nach Plan läuft. Der Teig geht auf … und auf … und dann ist man beim Heben aus der Schüssel einen kurzen Moment unvorsichtig. Schwupps –  man reißt ein kleines Loch in den Teigballon. Die Luft entweicht und das Ganze schlufft in sich zusammen wie enttäuschte Hoffnung. Aber das Gespür wächst – von Versuch zu Versuch immer ein wenig mehr.

Sonntag, Dezember 5th, 2010
würzig

So langsam wächst meine Gewürzsammlung – dem Naschmarkt sei Dank. Ich hoffe sie wächst noch weiter. Leider sind mir die Gläser ausgegangen. Und die gibt’s wohl nur in Deutschland.

Das Knuspermüsli rechts ist übrigens selbstgemacht: Bratapfel. Mit Zimt, Nelken und Vanille. (Hafer & Mandel sind immer nur die Basis)

Mittwoch, März 31st, 2010
proleten-brot

Heute habe ich mich mal an Brot versucht: einer Fougasse – einer südfranzösischen Spezialität. Der Teig ist noch nicht nach meinem Gusto, aber die Form entzückt mich allemal.

Passt bestimmt zu lecker Steaks. Sûrement, mon ami!

Samstag, Oktober 31st, 2009
die welt hat mich wieder lieb (ein bisschen)

Per Zufall kam ich die Tage an einen kleinen, sagen wir, Feinkostladen vorbei. Also, einer der Shops, die trendige Szeneprodukte aus Übersee verkaufen. Ben & Jerrys-Eis, beispielsweise. Oder: Snapples! Ein Fruchtsaft-Limonaden-Softdrink-Etwas. Snapples gibt es hin und wieder mal da und dort, aber nie, nieeee, nieeeeeee ist meine Allerlieblingslieblingssorte “Kiwi Strawberry” dabei. Mein Zaubertrank, mein Blutplasma, – mein Motor-Up. In New York habe ich das ungelogen literweise runtergeschüttet. Zwar kostet ein halber Liter hier stolze vier Euro, aber ich habe beschlossen anstelle dessen mein Bierkonsum drastisch zu drosseln. Damit spare ich bestimmt den ein oder anderen Cent.

(Trotz einer Verschlusszeit von einer 125stel war ich leider nicht schnell genug die Flasche samt Inhalt zu fotografieren. Die Saftfarbe geht in Richtung “Transparent Prinzessin Lillifee”)