‘inschriftform’ von gestern

Samstag, September 12th, 2009
hörst du es auch?

Ich habe die letzten Tage zum einen damit verbracht “Observia” zu überarbeiten und zum zweiten, mein Graf-Musik-Kurs-Projekt “apartment 98,2″ zu Ende zu bringen – das Indie-Pop-Radio mit dem feinen Slogan: “hörst du es auch?”. Und Observia ist die Hausschrift des leider niemals On-Air-gehenden Senders.

Dienstag, September 1st, 2009
edeltrash am dr. karl lueger-ring

Spielzeitenführer beim Theater oder in der Oper sind ja gerne mal in Hochglanzoptik gestaltet. Bei ganz exklusiven Häusern auch mit Lack auf dem Titel oder einer feinen Prägung als Haptik-Schmankerl. Die Fotos der Schauspieler und Sänger sind dann durchgehend in schwarz/weiß und alle schauen ein wenig nach Passbildautomat aus. Das Burgtheater hat es, zumindest diese Spielzeit, komplett anders gemacht.

Der Führer ist auf 80 Gramm Papier gedruckt (inkl. Deckblatt), mit offener Bindung und goldenem Farbschnitt (hier nicht ganz so gut zu erkennen).

Die Überschriften zu den einzelnen Stücken sind boulevardesk aufgerissen. Im folgenden Bild handelt es sich um ,Faust I‘.

Die Schauspielerportraits sind im grobkörnigen Phantombilder-Stil generiert und jeweils mit einer Krakel-Illustration versetzt. Die Illus ziehen sich spielerisch und leicht holzhammer-humorig durch das ganze Buch (Stichwort: schwere Rolle).

Insgesamt aber klasse gemacht und als umsonst-Give-away eine ganz famose Sache. Leider sitzt das verantwortliche Büro in Zürich, sonst hätten die schon längst ne Bewerbung von mir im Mailordner.

Donnerstag, Juli 2nd, 2009
blick in die sterne

Von zwei Jahren bei dem Berliner Planetariumsprojekt, entzückten wir uns ob der schönen Beschriftung dort. Die Kellertüren der Sternenwarte waren fein säuberlich mit Typo bepinselt: Hausmeister, Druckraum, Teeküche. Welch Glück hatte ich zur Dokumentation meine ixus dabei. Mit dem festen Vorhaben die Schrift zu digitalisieren, ging es dann von Berlin wieder nach Dortmund. Aber erst jetzt habe ich Spaß und Muße mich in dieser Geduldsarbeit zu üben. Trotz Sonnenschein und Hochsommertemperaturen draußen.

Zugeben, mit der Schrift erfindet sich nicht gerade die Typografie neu und im Zweifel existiert sicher ein zum verwechseln ähnliches Geschwisterchen. Aber der Rohschnitt die letzten Tage hat trotzdem galaktisch viel Spaß gemacht.

Und was bringen die Sterne sonst so? Keine Ahnung … Springer + Jacoby wollen mich. Ich habe den Copytest “bestanden”. Doch ich fürchte, ein Praktikumsplatz ist nicht wirklich das, was ich suche. Schaun mer ma …

Dienstag, April 21st, 2009
Schriftstücke

Über alten Geschäften, zum Teil schon längst aufgegeben und verlassen, locken noch dicke Letter die Kunden zum Einlass und Kauf. Bäckereien, Fleischereien, Trödelkrams, alles mit Liebe zu schöner Typografie. Ich hoffe, ich schaffe es hin und wieder loszuziehen und die ein oder anderen Goldstücke in Schriftform einzufangen und hier im Blog auszustellen. Wert wären sie es.

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