‘inschriftform’ von gestern

Freitag, Oktober 19th, 2012
Voodoo Juice

Letzten Winter stolperten Jenny und ich in der Ausstellung des großartigen Fotografen Weegee über ein Plakat. Genauer, über ein Foto mit einem handgeschriebenen Plakat als zentrales Bildmotiv. Geschossen 1956 auf einer New Yorker Party. “Voodoo Juice” stand da in schnörkseligen Lettern. Nun, knapp 60 Jahre später dachten wir uns, könnte das der perfekte Name für einen Energy-Drink sein. Also habe ich mal spaßeshalber ein paar Etiketten entworfen und viele Monate später – also jetzt – die dazugehörigen Plakate. So in etwa stell ich mir das also vor. Irgendwann klebe ich auch mal die Etiketten auf Flaschen. Auf schwarze Flaschen selbstverständlich. Ähnlich dem Ottakringer XVI.

Den Produktnamen als solchen gibt es allerdings schon. Es ist ein Spezialdünger für Hanfpflanzen. Ich bin mir nicht sicher, welche Idee Weegee besser gefallen hätte.

Freitag, Oktober 21st, 2011
Gib hier den Titel an

Meine große Schwester ist jetzt Prof. Dr.! Und ich habe die Habilitation dazu gesetzt. Okay, typografisch schlägt es jetzt keine neuen Wellen. Trotzdem schön ein selbstgesetztes Buch in den Händen zu halten. Eines, das mal kein Unikat ist.

Die Zeichnung auf dem Cover ist übrigens von meiner kleinen Nichte. Auch wenn meine Künste mit Stift und Papier dem recht nahe kommen.

Freitag, Dezember 10th, 2010
Jackson sticht Louis quatorze

Gestern bin ich zufälligerweise über eine ganz feine Sache gestolpert: Das Literarische Quartett! Nicht Monstertrucks, Rennaustos oder Panzer duellieren sich hier gegenseitig – nein – Zitate! Per Bekanntheitsgrad, Satzzeichen oder historische Bedeutung ermittelt man den Sieger. Und so schlägt ,I love you all‘ ,Der Staat bin ich‘. Denn Jacksons Spruch hat zwei Vokale mehr.

Und schön gestaltet ist das Ganze auch noch! Reich-Ranicki würde vom Sessel rutschen vor Begeisterung …

Sonntag, April 18th, 2010
holzbuchstaben

Bei einem meiner Streifzüge durch die Wiener Straßen entdeckte ich im Schaufenster einer Druckerei diese wundervolle schmale Type. Also: reingegangen, rumgebettelt, mit Farbe rumgesaut und dann digitalisiert.

Vielleicht mache ich noch einen Schnitt, der zerfressener ist. Dauert aber.

Hier anklicken und runterladen: Condywood

Sonntag, Januar 24th, 2010
zum selber schreiben

Jetzt habe ich keine Lust mehr. Dieses ewige Fitzelfatzel, diese Detailteufelchen, dieses Klitzeklein. Hier noch ein Bogen, da noch ein Eckchen. Schluss, aus, nix mehr! Ich werfe jetzt meine Schriften ,Observia‘, ,Observia Thin‘ und die Handwrite ,Runaway‘ in die weite Welt hinaus. Noch nicht ganz erwachsen, noch nicht mit allen Sonder- und Satzzeichen. Egal! Beta-Version. Macht man ja heutzutage so.

Hier anklicken und runterladen: observia

Hier anklicken und runterladen: runaway

Samstag, November 7th, 2009
spielereien

Ich habe mal ein wenig mit Filzstift, Illustrator und FontLab rumgespielt. Heraus kam das:

Die Galerie gibt es wirklich, der Inhalt des Flyers ist freilich Nonsens.

Montag, Oktober 5th, 2009
zum sterben langweilig

,Bored to Death‘ ist eine neue TV-Serie über einen Schriftsteller, läuft oder lief auf HBO und kommt im Zweifel nie zu uns. Die Titelanimation ist aber entzückend und gibt es bei The Art of the Title zu bestaunen.

Sonntag, September 27th, 2009
picture postcards

S. meinte, ich solle doch eine apartment 98.2-Kampagne zum Claim “hörst du es auch” machen. Heute habe ich mal rumgespielt und zwei Postkartenmotive layoutet. Der Hirsch hat’s mir echt angetan.

Freitag, September 18th, 2009
eingang um die ecke

Ein kleines Typoschmankerl, über die hier man ja des öfteren stolpert. Ich mag vor allen das ,Ecke-C‘.

Samstag, September 12th, 2009
hörst du es auch?

Ich habe die letzten Tage zum einen damit verbracht “Observia” zu überarbeiten und zum zweiten, mein Graf-Musik-Kurs-Projekt “apartment 98,2″ zu Ende zu bringen – das Indie-Pop-Radio mit dem feinen Slogan: “hörst du es auch?”. Und Observia ist die Hausschrift des leider niemals On-Air-gehenden Senders.