‘autorengeräusch’ von gestern

Sonntag, Dezember 23rd, 2012
1000 Wörter IX

Eigentlich ja Nummer 10, aber eine der 1000-Wörter-Geschichten habe ich nicht hochgeladen. Dafür gibt es als Bonus diese hier auch in vorgelesener Form: auf der STUTHE-Weihnachtsfeier. Samt der dazugehörigen Musikperformance vom lieben Moritz. Die Kombo passt hervorragend! Sollte man im Auge behalten.

Rundum also ein schöner Abschluss, denn mit den 1000-Wörtern wird vorerst Schluss sein. Andere Dinge warten getan zu werden …

Doch zunächst einmal frohe Weihnachten an alle da draussen! Klingeling.

wilder_schnee

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Sonntag, November 18th, 2012
Tausend Wörter VIII

Wie schon erwähnt kam ich während meines Toskana-Urlaubs vor lauter Fotografieren nicht zum Schreiben. Daher fällt meine Toskana-Reise-Geschichte eher … äh … klassisch aus. *räusper*

Aber egal. Der Hauptspaß daran war eh die original Leitschrift des Florentiner Hauptbahnhofs (Spielstätte der Geschichte) zu digitalisieren und als Font für die Gestaltung zu nehmen.

Schön isse geworden! Und die Schrift erst ;-)

due_danze_in_treno

 

Dienstag, Oktober 2nd, 2012
1000 Wörter VII

Aus der Sommerpause zurück und deshalb doppelt so lang!

elado_for_sale

Sonntag, Juli 8th, 2012
1000 Wörter VI

Es ist mal wieder soweit. Diesmal sogar über 1200 Wörter. Pfui…

… egal.

Curry_in_Kenia

Sonntag, Juni 24th, 2012
1000 Wörter V

Es ist mal wieder soweit. Und ein Begriff der es leider nicht in die Geschichte geschafft hat: “Schunkelkessel von Stalingrad”.

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Sonntag, Juni 3rd, 2012
1000 wörter IV

Es ist mal wieder soweit. Mit einiger Verspätung zwar, aber trotzdem: Die vierte 1000 Wörter-Geschichte. Neulich wurde bemängelt, dass die Geschichten keine tausend Wörter lang sind. Das würde sich doch so gehören bei solch einem Titel.

Alles Spießer! ;-)

Aber die Story jetzt, die ist wirklich exakt tausend Wörter lang (exklusive Titel).

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Dienstag, Mai 1st, 2012
1000 Wörter III

Hier Nummer drei. Ein Text, wie von einer Bestie gerissen … War zumindest mein Ziel. Habe ich aber nur peripher erreicht. Dafür fiel mir auf, dass ich meine Geschichten immer aus dem Umstand heraus erzähle (Held wohnt in einem wunderschönen roten Haus an Steilküste, dideldum), nie aber vom Konflikt heraus (wunderschönes rotes Haus soll abgerissen und ein Atomkraftwerk hingebaut werden/durch ein Zeitloch kommt die Spanische Armada angeschippert und nimmt die Bude unter Beschuss/Aliens mit Stierköpfen landen auf der Erde und rennen unentwegt gegen die Hauswand). Da bleibt die Erzählweise teils flau. Ab den Mai-Geschichten dann also.

Die Vorlesepremiere gestern war natürlich fein. Kein Wunder, wenn man sich auf der weltbeste Ausprobierbühne austoben kann. Immer und immer wieder.

grossstadtwoelfe

Montag, April 9th, 2012
1000 Wörter II

Und hier schon die nächste 1000-Wörter-Geschichte. Jetzt dauert’s ein Weilchen bis zur Dritten. Die wird ihre Premiere nämlich am April-Quickie haben.

ein_italienischer_sommer

Donnerstag, März 29th, 2012
1000 wörter

Vor zwei, drei Wochen habe ich eine neue fixe Idee ausgebrütet. Die 1000-Wörter-Kurzgeschichten. Die Regeln wie folgt:

1) Jede Arbeit muss aus eben dieser Anzahl von Wörtern bestehen (+- 200).

2) Der Produktionszeitrahmen beläuft sich auf vier Tage. Donnerstag bis Sonntag. Die Recherche ist davon ausgenommen. Die kann sich zur Not über Wochen ziehen.

3) Jede Arbeit wird (innerhalb des Produktionsfensters) gesetzt und illustriert.

4) Pro Monat müssen mindestens zwei Arbeiten entstehen.

5) Inhaltliche oder stilistische Vorgaben gibt es keine. Es gilt sich auszuprobieren.

 

Anbei meine ersten (etwas über) 1000 Wörter:

Die schwarze Katze im Bistro ›blanc mignon‹

Anmerkung: Leicht von der Hand geht das trotzdem nicht. Der Umfang meiner Notizen für diese Geschichte beläuft sich auf 14! DIN-A6 Seiten meines kleinen Moleskin-Heftchens.

Freitag, März 16th, 2012
eine literarische fingerübung zur schärfung der sinne und des satzbaus

Bei Ankunft ist das Eisentor noch geschlossen. Für ein paar Augenblicke. Bis der Wärter kommt, mit der Morgensonne im Rücken, und die geschmiedete Pforte zum Friedhof öffnet. 7 Uhr. Ein Samstag im März. Vom Himmel streicht schwaches Gelb über die Tannenwipfel. Am Boden ist noch mehr Nacht als Tag und das Gras um die Gräber überzogen mit blassem Raureif. Die ewig langen Wege durch die Vita Tausender, enden allesamt im weißen Dunst – im Totengewand des Horizonts.
Man kann den Atem aus dem Mund strömen sehen. Kurz. Flieht er doch nach jedem Lungenstoß sofort ins Unsichtbare. Als wäre ihm an diesem Zwischenort nicht bewusst, auf welche Seite er gehöre.
Ein paar Raben schreien.
In der Ferne heult der tonnenschwere Stahl eines bremsenden Güterzuges.
Hinten, wo die Totenstätten schon über ein Jahrhundert vor sich hin wittern, ziehen sich Wurzeln und Ranken durch das versteinerte Menschsein. Übrig ist nur eine abgeblätterte Erinnerung in goldener Frakturschrift. KaiserzeitGotisch. Mit Verziehrungen. Verschattet von mächtigem Baum- und Buschwerk.
Für die besten, unvergessenen, die edelsten. Tief betrauert von Gattin, Kinder und Enkel. Entrissen. Genommen. Nach Hause geführt. Auf eine Inschrift zeigt das flaue, durch kahles Geäst gebrochene Licht besonders: Fanny Reitmann. Verstorben am 22. Dezember 1913. Sie wurde 37 Jahre alt. Ein Leichenstein so schwer und schwarz, wie die Verzweiflung der Hinterbliebenen.

Du hattest meine Hand genommen und unsere Finger wie ein Sigel verschmelzen lassen – in tiefer Höhle der Nacht. Wir selbst waren nur Umrisse, beschienen durch eine einzige Kerze, geborgen im warmen Daunen des Bettes. Unser Atem tastete sich behutsam über unsere Körper. Und in meinem Blut schlug für immer deine Liebe.

Unten, am frostigen Boden, schlägt die Wiese hohe Wellen zwischen den halb versunkenen Grabsteinen. Wie unruhige See, in der Schiffbrüchige um ihr Leben kämpfen und doch letztlich dem unausweichlichen Schicksal ausgeliefert sind. Und mitten in diesem Ozean aus Leid und Abschied schaut ein Rehbock rüber. Keine zwei Meter entfernt. Der nussige Duft von Buchsbaum hat ihn angelockt. Jetzt steht er da und zögert, ob er fliehen oder äsen soll. Sein Blick ist konzentriert, alle Muskeln gespannt. Hinter einem Efeu ummantelten Gedenkstein löst sich ein zweites Tier. Eine Ricke. Und dann noch eine. Sie stehen beisammen, zu dritt, der Bock schützend in Front. Schauen – und ziehen kollektiv weiter. Ein paar Reihen tiefer ins Gehölz, wo neuer Buchs wartet. Und Moos – auf den salzigen Steinen ewiger Trauer.
Hier ruht mein Alles. Mein innig Geliebtes.