Backen in der Wachau

Sonntag, 15. Mai
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Gestern gings ein paar Jahrhunderte in der Zeit zurück: wir statteten dem Bäckereimuseum Mühlendorf-Wachau einen Besuch ab. Ein bezauberndes Häuschen mit verwunschenem Innenhof und bis unter die Decke vollgestopft mit lieblichem Relikten aus Bäckerei, Hauswirtschaft und Küche. Die angebotene Führung ist überaus informativ und mit viel Sachverstand und Liebe zum Brot. Kein Wunder: Hier wird Wissen aus Genrerationen von Bäckervorfahren vermittelt.

Mehr als 10 Gramm Zucker durften Bäcker früher nicht ins Backwerk geben, sonst wäre es unter die Zunft der Konditorei gefallen – ein eigenes Handwerk!

Das Haus selbst wurde 1625 urkundlich als Bäckerei eingetragen. Der Ofen ist noch aus dieser Zeit. Nicht ganz so alt, nur 135 Jahre, aber ebenso spannend: das Butterfaß von MIELE. Schade, dass die heute eher Waschmaschinen herstellen.

Ein Besuch lohnt sich allemal. Auch, um mal wieder etwas Respekt für den Luxus der Gegenwart zu bekommen. Denn einfach war solch ein Handwerk zu Kaiserszeiten mitnichten und von Schlemmereien wie Schokomuffins, Marzipanstriezel oder Biscuit-Törtchen konnte zumindest die Landbevölkerung nur träumen. Umso freudiger gehe ich im hier und heute wieder in meine Backstube, … ähem, Küche zurück. Kamut-Kipferl stehen (erneut) an. Der erste Versuch ging leider in die Annalen der epischen Back-Pleiten ein.

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