Sandwiches – mehr als nur zwei gefüllte Brotscheiben

Sonntag, 7. Februar
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Bildquelle: wikipedia

Diesem Knaben hier haben wir das Prinzip von gefüllten zwei Scheiben Brot zu verdanken. Dem 4. Earl of Sandwich. Aus Zeitnot heraus geboren, womöglich gar mit einer Prise Faulheit. Sympathisch. Nicht zufällig bin ich ebenfalls ein begeisterter Fan dieser ernährungspraktischen Schnellversorgung. Zu gerne erinnere ich mich an die Videosessions bei Thilo unterm Dach – mit Schinken, Käse und einem Sandwich-Toaster. Bei “True Romance” oder “Meet the Pheebles” haben wir es uns kulinarisch simpel gut gehen lassen. Später habe ich mir selbst so einen Griller zugelegt. Mittlerweile fiel er jedoch einem meiner 15 Umzüge zum Opfer. Gut so. Denn es geht auch eleganter, als zwei Scheiben Brot zu einem dreieckigen Weizen-Käse-Schinken-Matsch zu pressen.

Es fängt schon beim Brot selbst an. Nichts geht simpler zu backen als Toastbrot. Mehl, Wasser, Salz und Germ. Dazu je ein Schuss Milch und Öl. Das Ganze in eine Kastenform. Rein in den Ofen. Raus aus dem Ofen. Fertig. Dazwischen noch gehen lassen, sicher, aber das macht der Teig ja von selbst. Der Geschmack entschädigt die ohnehin minimale Mühe bei Weitem. Getoppt kann das Ergebnis noch mit geschmolzener Butter werden, die kurz vor Ende der Backzeit über den Laib gestrichen wird. Das macht die Kruste beim anschließenden toasten noch krosser. Zudem veredle ich meine Brote entweder mit einer Salz-Oregano-Mischung oder einer Karamellbutter mit Sesam. Da kann jeder Tüten-Toast aus dem Supermarkt  seine Geschmacksverstärker und Backtriebmittel einpacken.

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Übrigens bin ich der Meinung, dass Sandwiches geschmacklich einiges mehr drauf haben als Burger. Gut. Burger sind kultiger und sehen besser aus, stimmt, aber sie sind selten so aromatisch differenziert wie ein richtig gut gemachtes Sandwich. Vom eingeschränkteren Variantenreichtum ganz zu schweigen. In den nächsten zwei bis drei Wochen schaue ich also mal, was alles zwischen zwei Scheiben Brot besonders gut schmecken kann. Den Anfang macht ein Pastrami-Sandwich. Mit Senf-Kaviar und Pastrami aus der Marktwirtschaft, Gewürzgurke und Krautsalat von Staud’s. Simpel, aber seeehr lecker.

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