Roastbeef-Desaster

Sonntag, 21. Februar
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Roastbeef – der FC Barcelona unter den Brotbelägen. Saftig, zart und würzig veredelt es jede Scheibe Gebäck. Ein ganz wunderbares Stück Fleisch für ein Sandwich, da es nicht viele weitere Zutaten benötigt, sondern sehr für sich selbst steht. Zudem hat es, im Gegensatz zu Schinken oder Salami, noch diese eigene archaische Note von Fleisch und Grill. Und es lässt sich auch wesentlich einfacher selber herstellen.

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Für meinen ersten Roastbeef-Versuch bin ich extra noch losgezogen, um mir ein Bratenthermometer anzuschaffen. Aber unglücklicherweise habe ich mich zu sehr auf die Technik verlassen und mich darüberhinaus auch noch selbst abgelenkt. Das Thermometer ins Fleisch gesteckt, wollte ich das Roastbeef bei Punkt 55 Grad Kerntemperatur aus dem Ofen nehmen. Aber ich musste ja unbedingt noch zwischenzeitlich mein Zimmer saugen!

Bei 58 Grad warf ich es dann hektisch zum Finish in die heiße Pfanne. Doch anstelle einer schönen Röstkruste, pickte sich die Honig-Dille-Senf-Marinade am Pfannenboden fest. Was blieb, war ein mau angebratenes Stück Fleisch mit verbrannten Kanten und blassen, leicht grippigkäsigem Innenleben.

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Gut, ein paar Schnitte weiter wurde das Ergebnis im wahrsten Wortsinne noch etwas rosiger. Superzart und saftig war es dennoch nicht. Bleiben drei Erkenntnisse vom heutigen Tag:

  1. Beim nächsten Mal kommt das Roastbeef zuerst in die Pfanne, dann zum Garen in den Ofen.
  2. Lebensmittel sind Diven. Alle! Koch-, Brat- oder Backgüter nehmen einem jegliche Form von Vernachlässigung übel.
  3. Niemals, wirklich niemals auf den blöden Gedanken kommen zwischendrin noch sein Zimmer zu saugen!!! Lionel Messi schießt ja auch keine Tore, wenn er während des Spiels den Rasen mäht.

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