Die goldenen Hügel der Toskana aus Mandel, Ei und Mehl

Donnerstag, 4. Februar
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Vier Wochen nach Silvester umschließt der Winter noch fest die Bäume, Straßen und Häuser. Gelegentlich meint man den Frühling aufleuchten zu sehen, aber die kalte Jahreszeit ist hinterlistig und taucht gerne wieder auf wie ein besiegt geglaubter Bösewicht aus Bondfilmen.
Ein wirksames Mittel gegen klamme Hände bleibt da seit jeher das Backen. Vor allen süße Sachen. Und ganz besonders gilt dies für Biscotti di Prato. Diese herrlich mandeligen Hartkekse, die bei uns besser unter dem Namen Cantuccini bekannt sind. Zweifach werden sie gebacken, damit sie auch ja alle Wärme des Ofens aufnehmen. Zuvor mit Ei bepinselt geraten sie sogar noch goldener. Unbedingt beim nächsten Backen berücksichtigen! Überhaupt sind sie ein simples und dankbares Backwerk. Ein Flanieren über den Piazza del Campo in Siena könnte nicht leichter sein.

Ganz gleich also wie Grau der Himmel nördlich der Alpen auch sein mag, mit einem Biss in diesen italienischen Keksklassiker bricht auf unseren Zungen krachend die Sonne durch. Jeder Biscotti wird so zu einem Trip in die Toskana – für den kurzen Moment, wenn sich der Mandelgeschmack in unserem Mund ausbreitet und wir uns an die goldenen Hügel zwischen Florenz und San Quirico d’Orcia erinnern. Oder an welchen Fleck Italiens wir auch unser Herz verloren haben.

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