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DAS neue Gastroding (nach der Burgerwelle) sind hippe, biologischorientierte Eissalons, jenseits irgendwelcher 80er-Jahre Italo-Charmes. Gerne auch mit ausgefallenen Sorten und vegan sowieso. In Wien haben dieses und letztes Jahr 5 oder 6 Läden aufgemacht – von denen ich jetzt alleine weiß. Die eisige Dunkelziffer dürfte sicher höher liegen. Zeit also für einen kleinen Überblick in beliebiger Reihenfolge:

 

1.) Leones

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Im Nachbarhaus meiner ehemaligen WG hat heuer dieser feine Laden geöffnet. Verkehrsgünstig gegenüber dem Alten AKH besticht er zunächst einmal mit seiner sehr liebevollen Einrichtung (die Deckenlampen sind umgedrehte Eiswagenhauben). Die Theke aus Sichtbeton ist der feuchte Traum eines jeden Architekten.

Die Eissorten sind eher klassisch gehalten. Ganz verwegene Geschmackskombinationen gibt es hier nicht. Kommt vielleicht noch. Beim Design geht mir das Herz auf und liegt mit seiner Klarheit gestalterisch absolut im Trend.

Gehört mit 1,80 € pro Kugel aber zu den teureren Salons.

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www.leones.at

Lange Gasse 78, 1080 Wien (Ach, seufz. *Sehnsucht krieg*)

 

2.) Veganista

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Das Logo ist der Hammer! Sollte einen Preis bekommen. Unbedingt. Die Lage ist eher semioptimal. Die Neustiftgasse gehört jetzt nicht unbedingt zu den schönsten Ecken im Bezirk. Außerdem ist nur Abendsonne da.

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Da ich bekennender Milchjunkie bin, fühle ich mich bei der Bewertung des rein veganen Ladens etwas befangen. Ganz überzeugt war ich nicht. Was aber toll ist, sind die ausgefallenen Sorten wie Erdbeer-Agave, Basilikum oder Heidelbeer-Lavendel. Und die kompostierbaren Eisbecher!

1,60 € die Kugel. Eine eingeschworene Fangemeinde hat der Laden ohnehin. Ich komme irgendwann mal wieder.

www.veganista.at

Neustiftgasse 23, 1070 Wien

 

3.) Schelato

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Ebenfalls neu seit diesem Jahr. Name und Logo sind grenzgenial. Drinnen sieht es eher „studentisch“ aus. Überzeugt mich jetzt nicht. Von der Eis-Herstellung verstehen Sie aber was. Weichsel mit Oregano oder Granatapfel mit Basilikum. Und das Haselnusseis ist das zweitbeste Wiens. (Nach Tichy. Und das ist schlicht sagenhaft.) Einziges Manko: Das Stanitzel war nur määhh.

Preis pro Kugel bei 1,40 €. Dafür mit Südsonne und schönem Schanigarten.

www.schelato.at

Lerchenfelderstraße 34, 1080 Wien

 

4.) Gefrorenes

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Direkt neben dem Votivkino und somit in direkter Nachbarschaft zum Schottentor hat dieser Eisladen heuer seine Pforten eröffnet. Die Gestaltung, auch wenn schon etwas abgenudelt, gefällt mir sehr gut, Der Name passt auch. Mit dem Motto kann ich allerdings gar nichts anfangen. „Eis wie damals“. Ich habe keine Ahnung wie Eis damals war und was es ausgezeichnet hat. Für mich hat Eis eher eine Entwicklung zur jetzigen Qualität durchgemacht. Damals, in den seligen 50ern, kippten sie wahrscheinlich noch Erdöl ins Schokoeis.

Passend zum Motto hat das Resultat weder mich noch meine beiden Begleiterinnen geschmacklich umgehauen. Dafür punktet die Lage und ein paar ausgefallene Sorten wie Apfelstrudel, Sachertorte und Sisi Mandel. Die Kugel 2,30 €. Zwei Geschmackssorten inkludiert.

Währinger Straße 12, 1090 Wien.

5.) La Romana

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Ebenfalls neu und in der Peripherie der MaHü hat ein italienisches Original eröffnet. Unten beim Stiefel ist es ein Franchise, was man an der massenkompatiblen Gestaltung auch unschwer erkennt. Jetzt haben sie in Wien, der Eishauptstadt Europas, die erste Auslandsfilliale eröffnet. Geschmacklich lassen die sich natürlich nicht lumpen. Das Eis ist ultracremig, fast schon Softeis. Schnell lecken ist angesagt, sonst trieft es die Hand hinab. Leider können die Stanitzel gar nichts. Statt selbstgemacht und knusprig sind sie diese typischen Ultraleicht-Waffeln. Aber als Ausgleich füllen sie in die Spitze flüssige Schokolade! Der letzte Bissen ist also der Beste.
Gerne wieder. Für 2,50 € gibt es zwei Sorten. Allerdings ist das Haselnusseis trotz italienischer Gelatokunst keine Gefahr für Platz zwei und eins.
Stiftgasse 15-17, 1070 Wien

 

6.) Organic Icecream, Heiling

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Ich weiß nicht, was das soll. Inmitten dem Eisheiligen Hotspot Wiens, eingeklemmt zwischen Zanoni und Eis am Schwedenplatz einen weiteren Stand zu eröffnen. Das ist doch ökonomischer Tiefkühlselbstmord. Es kommt mir auch ein bisschen so vor, als dass Organic Icecream nur die Kunden abbekommt, die keine Lust haben sich beim Eis Greissler in die Schlange zu stellen. Zumindest deuten die drei Promotoren daraufhin, die einem immerzu eine Kostprobe andrehen wollen, weil sie keinen haben, dem sie etwas verkaufen können. Meine Kostprobe war so lala. Auf jeden Fall nicht überzeugend genug, um ein paar Meter weiter mich nicht doch in die Schlange vom Greissler zu stellen.

www.heilingeis.at

Rotenturmstraße  22, 1010 Wien

 

7. Eis Greissler

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Er war der Erste. 2011 stellte er sich todesmutig zwischen die etablierten Eismafiapaten und löffelte sein Bioeis in die Stanitzel der freudigen Kundschaft. Klingt hart für alle anderen, aber der Eis Greissler ist die Messlatte für die trendigen Nachkommer. Soooo schön gestaltet. Geradezu Zeitlos. Das Stanitzel ideal Knusprig. Jeder Wienbesuch wird hierher geführt. Nur ein Eissalon in Wien ist noch unübertrefflicher: Tichy mit seinen Eismarillenknödeln und, eh klar, dem Haselnusseis.

1,50 € die Kugel. Ziegenkäse ist der Exotengeschmack, Butterkeks mein Liebling und das Eiskonfekt der Wahnsinn. Immer noch meine Nummer 1.

www.eis-greissler.at

Rotenturmstraße 14, 1010 Wien

1 Comment

  • Jule
    2 Jahren ago

    Ich freu mich schon auf Eisessen im September!