Mal wieder was für die Augen. Mit der Knipse frisch von der Wand gepflückt.
Gestern vom August, 2012
Doch nicht verhungern …
Ganz so hoffnungslos ist meine Lage im augustlichen Wien dann doch nicht. Dank Rieke und ihrer Entdeckung im 2. Bezirk. Ein wunderschöner Gastgarten in einem Hinterhof. Etwas versteckt, dafür umso verwinkelter und lauschiger. Mit leckerem Bio-Essen, dass in eben diesem Hinterhof auch angebaut wird. Der Gast im Gemüsebeet, sozusagen. Direkt neben dem Augarten.
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Wien im August gleicht unschönerer Weise Pompeij. Ein paar schwitzige Touristen und sonst alles ausgestorben. Die Ortsansässigen haben ihren Klappstuhl eingepackt, eine kurze Nachricht ans Fenster gepickt und sind alle rüber zum Neusiedler See. Oder in die Berge. Zurück gelassen haben sie nur tote Einöde. Und bittere Verzweiflung bei all jenen, die wie auf einer Weltraumbasis zurückgelassen wurden, um irgendeinen Generator am Laufen zu halten und allmählich dem Wahnsinn verfallen. Mir wird auch schon ganz komisch.
Wien im August ist grausamer Urban-Survival – wenn alle Lieblingscafès, -bäcker oder gemüsehändler geschlossen sind und man nicht weiß, wann es wieder etwas zu beißen gibt. Vielleicht lassen die Touristen ja mal was fallen. Aber dafür müsste man in die Innere Stadt. Und es gibt nur eines, das schlimmer ist als leere Gassen wie nach einem Strahlenunfall: aufgescheuchte Reisegruppen, die meinen, Wien wäre hinter der Hofburg zu Ende.









