Gestern vom Juni, 2012

Sonntag, Juni 24th, 2012
1000 Wörter V

Es ist mal wieder soweit. Und ein Begriff der es leider nicht in die Geschichte geschafft hat: “Schunkelkessel von Stalingrad”.

thunder_road

Freitag, Juni 22nd, 2012
Kill the poor

Gebettet im Schoß der österreichischen Berge atmet Salzburg bedächtig die warme Juniluft ein. Ruhig zieht sich der Lauf der Salzach durch die geschliffene Altstadt. Ein paar Fiakerpferde traben am Dom vorbei. Nur die großen Touristengruppen bringen Busweise Unruhe ins stille Bild. Doch so sehr sie auch durch ihre digitalen Sucher spähen und jedes stuckverzierte Haus dokumentieren – die Essenz von Salzburg entgeht ihnen: Das lustvolle Spiel im Verborgenen. Von Verführung und Macht. Salzburg ist das Paris der Alpen. Nur katholischer.

Die Macht, zumindest auf das Monetäre bezogen, gibt sich dabei noch recht offensichtlich. Ein Blick nach oben genügt. Wem die Geschäftszahlen hold sind, füttert seinen mühsam erworbenen Status mit einem 6-gängigen Menü im ›m32‹ – dem Restaurant des Museum der Moderne. Auf dem Hügelkamm des Mönchsberg. Mit einem sensationellen Blick hinab zu Fluß und Dom. Bei Nacht knistern die Straßenlichter wie ein Kaminfeuer im Turmzimmer.
Als Alternative böte sich noch die Dachterrasse des Hotel Steins an. Ein von außen unscheinbares Bauwerk, dass Innen mit einer grandiosen Mischung aus 50er-Jahre-Design und Art Decó aufwartet. Bedauerlicherweise hat sich besagte Terrasse zu einer Snobisten-Lounge mit arrogantem Türsteher aufgeplustert. Vor kurzem aufgekauft von einem Salzburger Bonzensprößling. Wer nicht dazu gehört, kommt auch nicht rein. ›Kill the poor‹ lautet die Ansage von der Freunden des Wohlstands. Nicht umsonst lief ein Stück unter diesem Titel auf den letztjährigen Festspielen hier.
Salzburg ist also ein Pflaster, das mit Liebe von oben herab schaut. Gerne mal auch auf sich selbst. Letzteres ist durchweg positiv gemeint. Denn da unten, genau zwischen Dom und Universität, verbirgt sich besagte Verführung: Die engen Gassen, die kleinen Hinter- und Zwischenhöfe. Die Kellergewölbe. Und vor allen die unzähligen Durchgänge in den Häusern. Schmale Tunnels, die man entlang gleitet, die man durchdringt. Steinummantelte Intimität. Schicht um Schicht tastet man sich vor.
Alles ist verwinkelt und verwoben, so vielschichtig, so, geheimnisvoll. So, wie es nur fein gesponnene Erotik zu sein vermag.
Wohl dem, der in diesem Spiel die Fäden in der Hand hält.

Genau für diejenigen gibt es nämlich den kleine Laden ›atemlos‹, der in einem dieser verschatteten Hinterhöfe liegt. Eine edle Boutique für explizite Stunden zu zweit. Mit Seide und Spitze. Handschellen und Reitgerte. Und einem lilafarbenen Lineal mit goldener Quaste. ›le petit leçon‹.
Und als Belohnung packt man dann die echten Mozartkugeln – oder fast noch besser: Bachwürfel – der Confiserie Fürst aus ihrem silbrigen Staniolpapier. Die kaufen auch die Touristen in Massen. Nur ohne zu ahnen, welche lustvollen Verführungen mit ihnen verbunden sein können.

Sonntag, Juni 17th, 2012
salzburg

Donnerstag, Juni 14th, 2012
endlich ist geschichte

Seit letzten Dienstag und unserem zweiten Auftritt gibt es die  Improgruppe “Endlich” nicht mehr. Ein schönes und – in Bezug auf spielen und Geschichten erzählen – lehrreiches Jahr nahm ein würdiges Ende. Was vom Dienstag unendlich bleibt ist ein kleiner Ärger über die unglückliche Publikumsvorgabe “Paternoster”. Aber vor allen der grandiose Drachenbär, Nemo, die schöne Mathilde und der Fährmann unserer hochspannenden “Typewriter”-Finalgeschichte.

Danke. War super mit euch Flo, Basti, Stefan, Rieke, Susi, Vero und Hanna!

Sonntag, Juni 10th, 2012
Ein endliches Vergnügen

Nächsten Dienstag, den 12.06. habe ich mit meiner Improgruppe “Endlich” den zweiten und letzten Auftritt. Danach wird sich das Stehgreiftheater-Ensemble in seine Bestandteile zerschlagen oder in anderen Formationen weiterleben.

Deswegen: Endlich sagt good-bye. Ab 20:30 Uhr in der WERKerei, Neulerchenfelderstraße 6-8 im 16.

Hinkommen! Ansehen! Wehmütig feiern! Wir zählen ein. In 5,4,3…

Sonntag, Juni 3rd, 2012
1000 wörter IV

Es ist mal wieder soweit. Mit einiger Verspätung zwar, aber trotzdem: Die vierte 1000 Wörter-Geschichte. Neulich wurde bemängelt, dass die Geschichten keine tausend Wörter lang sind. Das würde sich doch so gehören bei solch einem Titel.

Alles Spießer! ;-)

Aber die Story jetzt, die ist wirklich exakt tausend Wörter lang (exklusive Titel).

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