bauchfrei (fast)

Samstag, 28. Januar
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Wer mich schon ein Weilchen kennt weiß, dass ich in regelmäßigen Abständen von zwei Wochen über meinen Bauch lamentiere. Genauer gesagt, über dieses penetrante Speckröllchen, dass sich frech um meinen Nabel ringelt und von meinem dezenten Waschbrettbauch ablenkt. Diese kleine Ansammlung von Fettzellen klebt hartnäckiger über dem Hosenbund, als Christian Wulff auf seinem Präsidententhron. Unpackbar! Jetzt, nach der Weihnachtsvöllerei habe ich mal den kulinarischen Kasernenhofton angeschlagen und jegliche Getreideprodukte, Zucker und Fette über 10 % von der Speisekarte radiert. Paprika und Zucchini aber auch – weil sie gegen mein Prinzip „Regionale Produkte der Saison“ verstoßen. Kurz: ich habe mich 4 Wochen hauptsächlich von Naturjoghurt, Rote-Beete-Salat und Linsensuppe ernährt.

Gefühlt habe ich gar nichts gegessen und bin dieser Tage zu der Erkenntnis gekommen, dass Yogis, die sich nur von Luft und Wasser ernähren, keine esoterische Fabelwesen sind. Ich könnte auch so einer werden.

Will ich aber nicht! Denn neben dem angenehmen Effekt, 2,5 Kilo auf den eiskalten Straßen des Januars gelassen zu haben, fand ich zur ernährungsphilosophischen Erleuchtung: Das, was mir wirklich gefehlt hat während der Zeit des Verzichtes. Schokolade war es jedenfalls nicht. McDonalds oder Bratwurst genauso wenig. Brot war es. Richtig. Gutes. Frisches. Bio. Brot.

1. Januar

28. Januar