Gestern vom Mai, 2011

Dienstag, Mai 31st, 2011
like ice in the spring-sun

Wenn in Wien die ersten Frühlingstage durch die Bezirke wandern, sonnig und warm, dann rasseln die Eisverkäufer erwartungsvoll mit ihren Portionierern: Denn Österreichs Hauptstadt hat den größten Pro-Kopf-Eisverbrauch Europas! Der Wiener ist Eissüchtig. Mit Erdbeer, Schoko und Stracciatella werden hier gefühlt mehr Umsatz gemacht, als mit allen illegalen Drogen zusammen. Kein Wunder also, dass die Geschäfte fest in italienischer Hand liegen. Die Eiscreme-Cosa Nostra teilt sich ihr Revier Bezirksgenau auf. Die Gelatti-Kartelle kennt man unter den Decknamen: Zanoni, Bortolotti und Facincani. Bisher hat einzig ein Kleinkrimineller namens Tichy – ganz an den Stadtrand gedrängt – mit seinen Eismarillenknödeln leidig geduldet noch mitmischen können. Aber jetzt, jetzt endlich droht der Milcheis-Mafia eine überfällige Feinspitz-Vendetta: Es gibt einen Neuen in der Stadt! Rund um Ostern hat der Eis-Greissler im ersten Bezirk eröffnet – im Epizentrum des Eisuniversums. Der Bio-Bauer verschachert hier seinen selbst angepflanzten Stoff. Mit unglaublichem Erfolg! Das Eis knallt verboten gut rein und katapultiert deine Geschmacksknopsen in eine transzendentale Parallelwelt. Die Sorten unter anderem: Ziegenkäse, Holunderblüten und Spargel. Und das Beste: Das Gestalter-Auge leckt fleißig mit!

Einzig Ice Capone und Lucky Lutschiano müssen nun sehen, wo sie mit ihrem sizilianischen Schleckzeug bleiben.

 

Mittwoch, Mai 25th, 2011
menschen, hauptsächlich

Mittwoch, Mai 18th, 2011
so langsam gehts

Zugegeben: Es hat ziemlich lange gedauert mal den Anfang zu wagen. Mit ein bisschen Neugierde und Mut einfach loszulegen. Mehl und Wasser zusammen zu rühren und einen guten Sauerteigstarter zu bauen. Überhaupt mal den Grundgedanken zu verstehen. Aber so ganz richtig ist es noch nicht, irgendwas geht noch immer schief. Entweder wird die Kruste nicht knusprig genug oder man hat es wieder zu gut gemeint und das Brot wird zu sauer. Ganz schlimm ist es immer dann, wenn zunächst alles nach Plan läuft. Der Teig geht auf … und auf … und dann ist man beim Heben aus der Schüssel einen kurzen Moment unvorsichtig. Schwupps –  man reißt ein kleines Loch in den Teigballon. Die Luft entweicht und das Ganze schlufft in sich zusammen wie enttäuschte Hoffnung. Aber das Gespür wächst – von Versuch zu Versuch immer ein wenig mehr.