badlands

Badlands: Per Definition tiefe Erosionsrinnen in ariden Gebieten – karg, trocken, zerklüftet. Ein Ort, an dem man sicher nicht wohnen will, aber zu dem wir gerne mit gezückten Fotoapparaten reisen. Und hinterher schwärmt man mit glänzenden Augen davon. In den Badlands lebt nicht viel, aber die Badlands überleben uns alle. An ihren Felsen bissen sich schon die Dinosaurier alle prähistorischen Zähne aus. Die Menschheit ist nur ein Jucken auf ihrer zerbrochenen Oberfläche. Keine Frage: Badlands ist das faltige Gesicht unserer Erde. Unprätentiös liegen sie fern urbaner Zivilisation. Aber wenn sich die untergehende Sonne in all ihrer verruchten Schönheit an den sandbraunen Fels wirft, brennen die Badlands ein Freudenfeuer in den schmatzblauen Himmel. Der Amazonasdschungel steht dann durchnässt daneben und lässt verlegen seine Palmwedel hängen.

Badlands ist der Ort, den wir in unseren Träumen suchen und von dem wir in der Realität mit aller Mühe fliehen. Badlands ist die Hölle die man unweigerlich findet, wenn man eigentlich auf der Suche nach Erlösung ist – der Ort, an dem Schönheit und Schmerz zwei Seiten einer einzigen Sache werden. Badlands ist das Ungewisse, das Fremde. Badlands bedeutet Heimat.

Der bittersüße Soundtrack zu Badlands stammt aus Terrence Malicks gleichnamigen Film. In den Neunziger baute Hans Zimmer das Stück als You’re so cool in ,True Romance‘ ein. Dabei ist es eigentlich viel älter und von Carl Orff. Wieder mal.

1 Comment

  • Gretchen
    7 Jahren ago

    Ich bin begeistert 🙂 Hab da auch was…