Gestern vom Mai, 2010

Mittwoch, Mai 19th, 2010
AgenTour

Gestern ging’s von der Agentur aus auf Rundfahrt zu den anderen Kreativschmieden Wiens. Nur schnell eine Vernissage-Einladung abgeben und dann wieder fort. Dennoch, der Blick über den Empfangstresen hinweg war spannend genug. Gibt es eigentlich eine topologische Arbeit von Agenturfoyers? Sicher! Würde ich aber gerne mal sehen.

Meinen ganz subjektiven ersten Platz belegte WIEN NORD. Industrie-Loft mit zweiter Ebene. Folgend ein Screenshot ihrer Website.

Den letzten Rang belegte übrigens Jung von Matt, deren düsterer Schmuddel-Lift jedes Horrorfilmklischee mit Bravour erfüllte. Und ich gerate in Aufzügen in der Regel selten in Panik.

Den Bonuspreis für die schönste Tür aller Zeiten erhält Sabotage Films für den Eingang zu ihrer Galerie. Früher mal Einlass eines Kühlraums, heute eine Augenweide mit Metallbeschlägen.

Sonntag, Mai 9th, 2010
ich

Diesmal war ich das Model: Nätz hat Fotos von mir gemacht! Danke!!!!!!

Samstag, Mai 8th, 2010
behördlich gefräßig

Jetzt ist es amtlich: wir sind die verfressenste WG der Welt. Schon seit einiger Zeit wiesen diverse Begebenheiten, wie stündliches Treffen in der Küche zwecks Nahrungsaufnahme, darauf hin. Oder auch der Plan einer meiner Mitbewohnerinnen, aus Gründen der Figur nur noch drei(!) mal am Tag etwas zu essen. Doch seit heute haben wir den ultimativen Beweis unserer Völlerei. Ein komplettes HOFER-Kassenband, voll mit unseren Einkäufen! Und JA, wir werden im Laufe der Woche noch zwei, drei Mal den BILLA aufsuchen, um Nachschub zu holen.

Diese Massen an Fressalien, die eine maurische Esel-Karawane unter größten Anstrengungen quer durch den neunten Bezirk schleppen musste, langt, um eine mittelgroße Stadt in Deutschland mal locker durch einen atomaren Winter zu wuppen. Alleine unser Rückgeld hätte Griechenland mit einem Schlag aus seiner Kreditklemme befreit.

Wenn es so weiter geht, wird ganz Brasilien bald der Kahlschlag ereilen und ein einsames, in den verbrannten Boden gerammtes Schild mahnen: ,Dieser Regenwald wurde gerodet, um den Schoki-Vorrat der Langen Gasse zu sichern.‘

Und aus der Küche duftet schon der selbstgebackene Käsekuchen einer Mitbewohnerin.

Mittwoch, Mai 5th, 2010
Ich hinke hinterher

Ich hinke hinterher. Hoffnungslos. Und das nicht, weil ich kurz nach Ostern Arsch über Lenker vom Fahrrad geplumpst und auf mein Knie gefallen bin. Nein, weil der komplette letzte Monat April mit einem ,Huiii‘ an mir vorbei gezogen ist und nun die vergangenen Tage wie Herbstlaub um meinen Kopf wirbeln. Seit Anfang der Woche bin ich bei einer anderen Agentur. Eigentlich bei der, bei der ich von Anfang an sein sollte. Aber dann kam ein kleiner Umweg, ein Stolperbordstein und ich humpelte durchs Leben. Jetzt geht’s wieder besser. tbwa\. Meine direkte Kollegin ist die Freundin des Bruders einer Freundin einer meiner Mitbewohnerinnen. Zumindest feiert die Mitbewohnerin heute Geburtstag (Blog-Glückwunsch!) und hat von ihrer Freundin ein Geldbörsentäschchen bekommen, das meine Kollegin für ihren Internetshop näht. Kompliziert? Nein, eigentlich ganz einfach.

Komplizierter hingegen der Begriff ,ausgehen‘, das Thema für den diesjährigen fm4-Literaturwettbewerb und zu dem mir partout nichts Aufregendes eingefallen ist. In dreißig Minuten verstreicht die Abgabefrist und mehr als eine  halbe Geschichte habe ich vor lauter Hinken nicht hinbekommen. Schade, nächstes Jahr. I’m still at home, baby!