Wege gehen nach rechts, nach oben, nach unten oder einmal um die Ecke zurück zum Ausgangspunkt. Wege kreuzen sich, laufen eine Zeit lang parallel, verlassen einander wieder, kreuzen sich erneut. Verlieren sich. Die Wege von uns Menschen auch. Und am schönsten ist es, wenn sie sich ganz unverhofft wieder begegnen. Eine Freundin von mir aus Frankfurter Tagen (der Kontakt über die Jahre längst eingeschlafen) wohnt ebenfalls hier in Wien. Unsere Wege begegneten sich erstmals beim Praktikumsplatz, damals, kurz nach der Schule. Als ich zum Film und sie zum Ton wollte. Etwas später trafen wir uns in den öffentlich-rechtlichen Fluren zwischen Hörfunk und Fernsehstudio wieder. Anschließend bin ich weg von Film und Frankfurt und hin zu Grafik und Dortmund. Sie blieb bei Ton und Radio und zog zum studieren nach Wien. Dann kam ich in die Donaustadt und dank einer weltweit agierenden Community-Plattform im Internet sahen wir, dass sich unsere Wege erneut gekreuzt haben. Angenehmerweise. Und bis wir zwei irgendwann wieder getrennte Wege einschlagen, werden hoffentlich noch so einige heiße Schokoladen mit Schlagobers getrunken.

























