Gestern vom November, 2009

Dienstag, November 24th, 2009
1. slam, 2. place

Ich habe nun endlich hier in Wien zum ersten Mal bei einem Poetry Slam teilgenommen und gleich den zweiten Platz belegt. Die Platzierung ist besonders schön, da das Preisgeld ein Gutschein für die weltbeste und bereits erwähnte Buchhandlung ,phil‘ ist. Der Einzug ins ,slam b‘-Finale war von meiner Seite gar nicht geplant und so bin ich mit nur einem Text in die Sprach-Schlacht gezogen. Da die Endrunden-Teilnehmer aber einen weiteren Text zum besten geben müssen, blieb mir, wollte ich mich nicht mit einem Improvisationsgestammel bis auf die Knochen blamieren, nichts weiter übrig, als nach Hause zu rennen. Quer durch zwei Bezirke musste ich hetzen, um einen zweiten Text aus meiner Schublade zu kramen. Rechtzeitig, aber mit einem Puls von kardiologisch bedenklichen 380 Schlägen pro Minute, kam ich zur zweiten Halbzeit des verbalen Schlachtengetümmels an.

Den Vorrundentext gibt’s nach dem folgenden Klick zum selbsthören:

bahnhofsschach

Den Endrundentext dann demnächst, der muss am Mittwoch noch mal für einen anderen Slam herhalten.

Dienstag, November 24th, 2009
pizzaboy

Ich brauche mehr Geld und vor allen mehr zu tun. Oder andersrum? Egal. Auf jeden Fall habe ich bei dem Edel-Franchise ,vapiano‘ als Pizzabäcker angeheuert. Teilzeit. Knusprige Teigfladen aus Italien sind ja schon länger ein beliebtes Thema bei mir und so kann ich gerne damit auch ein paar Groschen dazuverdienen. Außerdem gelingen mir deswegen jetzt endlich kreisrunde Pizzen und irgendwann kann ich in der heimischen Küche meine Gäste mit akrobatischer Jonglierkunst begeistern.

Montag, November 16th, 2009
revolution: zero

Die bis nach Deutschland geschwappten Studentenprotesten fanden geschätzte 1200 Meter von meinem Zimmer ihren Ursprung: im Audimax der Hauptuniversität. Tagsüber werden zwischen Plenum und Suppenküche manche Revolutionskontakte gepflegt und Protest-AG’s gegründet, abends spielt dann die Combo auf und der Hörsaal wird zur Tanzfläche.

Montag, November 16th, 2009
druckwerk-methadon-programm

Nachdem ich bedauerlicherweise nicht bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse teilnehmen konnte (weder als Aussteller, noch als Besucher) war ich hoch erfreut als am Wochenende die ,BuchWien‘ in den hiesigen Messehallen lief. Ich litt ja wirklich etwas unter bibliophilen Entzugserscheinungen. Doch leider war die Ausstellungsfläche der Ersatzdroge nur etwa 1/50stel (in Worten: ein fünfzigstel!!!) wie der von der Frankfurter Buchmesse. Ungefähr die Hälfte unserer geliebten Halle 4.1! Und das bei nahezu identischem Eintrittspreis! Man hat es halt nicht leicht als Satzzeichensüchtiger, naja. Immerhin gab es von ortsansässigen Poetry Slammern eine Textbox, in der sie ihre Werke zum besten und für neugierige Besucherohren performen durften.

Abends ging es dann ins phil, dem weltbesten Buchladen-Café wo gibt. Dort stellten Sascha Hommer und Mawil sich und ihre Comics vor. Von Mawil habe ich mir gleich ein Buch (Büchlein/Heft/Comic/Graphic Novel/…) gekauft, “Wir können ja Freunde bleiben” - Signatur inklusive. Es geht um Herzschmerz. Ich bin gespannt …

Donnerstag, November 12th, 2009
die große bühne der kleinen welt

Gerade war ich zum ersten mal beim stuthe-Frühstück, der wöchentliche Abend-Stammtisch einer studentischen Theatergruppe. Mitmachen kann jeder, in welcher Funktion auch immer. Ich bin, freilich, wegen der Schauspielerei da. Schließlich stand ich seit der 12. Klasse, als ich als Columbus einen neuen Kontinent entdeckte, nicht mehr auf den Brettern die die Welt bedeuten. Aber vielleicht kümmere ich mich auch um die Beleuchtung, was ja ebenfalls nicht ganz abwegig ist, oder steuere in ferner Zukunft als Autor meinen Teil zum Schauspiel bei.

Schließlich lernt man so eine Menge neuer Leute kennen deren Interessen man teilt. Beispielsweise eine Washingtoner Schulkameradin meines freundlichen Blog-Hosters und Dortmunder Studienfreund JR. Besagte Dame leitet nun als ehrenamtliches Vorstandsmitglied tatkräftig die Theatergruppe und die Überraschung ob des gemeinsamen Bekannten war ebenso groß wie kurios. Man sieht: die Welt ist kaum größer als die Bühne, auf der sie steht.

Samstag, November 7th, 2009
spielereien

Ich habe mal ein wenig mit Filzstift, Illustrator und FontLab rumgespielt. Heraus kam das:

Die Galerie gibt es wirklich, der Inhalt des Flyers ist freilich Nonsens.