turbulenzen

Montag, 26. Oktober
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Manchmal sieht man das dunkle Loch ja kommen, über das man stolpert und dann der Länge nach hinfällt. Und manchmal weiß man, dass man beim Roulette mehr setzt, als man eigentlich an Jetons vor sich liegen hat. Aber irgendwie hofft man trotzdem durch zu kommen, weil das Ziel, also der Gewinn so wunderbar und umwerfend ist. Vielleicht, so denkt man sich, ist das Loch ja nur ein Schatten von all der Sonne ringsum und der Croupier drückt ausnahmsweise beide Augen zu. Aber dann liegt man plötzlich quer über dem Boden und ,Nichts geht mehr.‘

Wieder mal. Vielleicht einmal zu viel.

Sie war wirklich das Aufregendste, was mir bisher in Wien begegnet ist. Selbstbewusst, energetisch, mit einer ungeheuren Präsenz. Und doch ließ sie ihren Mitmenschen Raum. Ich fühlte mich in ihrer Gegenwart nie an den Rand gedrängt. Dazu gemeinsame Interessen, man konnte viel zusammen lachen und ihr Mund war so süß, wie mit einem feinen Zuckerbäckerpinsel gemalt.

Diesmal dachte ich wirklich, dass die Kugel zu meinen Gunsten rollt.