Gestern vom September, 2009

Sonntag, September 27th, 2009
picture postcards

S. meinte, ich solle doch eine apartment 98.2-Kampagne zum Claim “hörst du es auch” machen. Heute habe ich mal rumgespielt und zwei Postkartenmotive layoutet. Der Hirsch hat’s mir echt angetan.

Montag, September 21st, 2009
mein lockervomhocker

Am Straßenrand stand er und wollte mitgenommen werden. Für umsonst. Abgenutzt und mit durchbrochener Sitzfläche. Ich nahm ihn mit und investierte in ihn. Eine nigel-nagel-neue Sitzfläche bekam er, sogar gepolstert! Liebevoll restauriert von ,aufgemöbelt‘, einem Laden, der mir auf einem meiner Streifzüge ins Auge fiel. Danke Anais!

Jetzt steht er in meinem Zimmer und ist mein Vorlesehocker. Weil er wahrscheinlich schon so einige Geschichten selbst erlebt hat, weil ein Ohrensessel zu sehr Märchenonkel wäre, weil ein Barhocker sich mit Schicksalen auskennt, weil er meine Bühne ist, weil er rockt. Schmeiß’ das Mikro an: mein Satzbau ist ein Riff in C-Dur.

Freitag, September 18th, 2009
eingang um die ecke

Ein kleines Typoschmankerl, über die hier man ja des öfteren stolpert. Ich mag vor allen das ,Ecke-C‘.

Dienstag, September 15th, 2009
Ceci n’est pas une exposition

Die Ausstellung über belgische Designer war so lala. So lala, da es einzig um Objektdesigner ging und ich ja viel lieber zweidimensionale Exponate begutachtet hätte. Aber das Erscheinungsbild war dafür exquisit und der Katalog mit goldener Sonderfarbe nur einen einzigen Euro teuer. Fein.

Samstag, September 12th, 2009
hörst du es auch?

Ich habe die letzten Tage zum einen damit verbracht “Observia” zu überarbeiten und zum zweiten, mein Graf-Musik-Kurs-Projekt “apartment 98,2″ zu Ende zu bringen – das Indie-Pop-Radio mit dem feinen Slogan: “hörst du es auch?”. Und Observia ist die Hausschrift des leider niemals On-Air-gehenden Senders.

Dienstag, September 1st, 2009
edeltrash am dr. karl lueger-ring

Spielzeitenführer beim Theater oder in der Oper sind ja gerne mal in Hochglanzoptik gestaltet. Bei ganz exklusiven Häusern auch mit Lack auf dem Titel oder einer feinen Prägung als Haptik-Schmankerl. Die Fotos der Schauspieler und Sänger sind dann durchgehend in schwarz/weiß und alle schauen ein wenig nach Passbildautomat aus. Das Burgtheater hat es, zumindest diese Spielzeit, komplett anders gemacht.

Der Führer ist auf 80 Gramm Papier gedruckt (inkl. Deckblatt), mit offener Bindung und goldenem Farbschnitt (hier nicht ganz so gut zu erkennen).

Die Überschriften zu den einzelnen Stücken sind boulevardesk aufgerissen. Im folgenden Bild handelt es sich um ,Faust I‘.

Die Schauspielerportraits sind im grobkörnigen Phantombilder-Stil generiert und jeweils mit einer Krakel-Illustration versetzt. Die Illus ziehen sich spielerisch und leicht holzhammer-humorig durch das ganze Buch (Stichwort: schwere Rolle).

Insgesamt aber klasse gemacht und als umsonst-Give-away eine ganz famose Sache. Leider sitzt das verantwortliche Büro in Zürich, sonst hätten die schon längst ne Bewerbung von mir im Mailordner.