eins, zwei, sprechprobe

Donnerstag, 30. Juli
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Meine Nervosität letzte Nacht war unerträglich, wie vor einer Schulaufführung bei der man weder seine Figur noch das Stück an sich richtig kapiert. Im wirren Fiebertraum träumte ich von meiner Klasse und von Jerry Bruckheimer, beides Dinge die mir auf ganz verschiedene Art Angst machen. Die Agentur, bei der ich letzte Woche das Bewerbungsgespräch hatte, lud mich zum Probearbeiten ein. Und ich hatte nicht die geringste Ahnung was da so auf mich zukommen könnte. Eine Anzeige konzipieren, wie es sich herausstellte. Zum Launch einer Apothekerzeitung. Meine Lösungswege gefielen mir, die konnten was, aber das Layout musste (sollte) in Quark Xpress umgesetzt werden. QuarkWhat? 75 Prozent meiner Zeit verbrachte ich damit mich zu wundern, weshalb meine ShortCuts nicht funktionieren. Man ist halt eine alte InDesign-Socke, was soll’s. Auf jeden Fall hatte ich öfter mal den Drang meinen imaginären Notaus-Knopf zu drücken, der mich zurück ins Bett, aufs Sofa oder auf eine Inseln mit Kokospalmen katapultiert. Mmmmh, Kokospalmen …

Interessant war es trotzdem und letztlich hat es natürlich auch Spaß gemacht. Genauso wie die zweite Probe des heutigen Tages: vorlesen! Ich habe jetzt eine Hörbuchregisseurin! Ich lese ihr Geschichten vor und sie kritisiert im Anschluss und gibt Tipps. Diesmal noch mit Fremdtexten, das nächste Mal mit meinen eigenen Storys. Mmmmh, vorlesen …