ich schaue in die welt …

Was bitte schön der Buchtitel ,Das Leben ist keine Waldorfschule‘ mit der Covergestaltung zu tun hat, bleibt mir ein Rätsel. Rechte Winkel, auch in Fliesen, sind bei den Anthroposophen verpönt. Und ein echtes Waldi-Warn-Schild wäre aus Ton getöpfert oder mit Weidenruten geflochten. Zumindest mal mit Wachsmalstiften ausgemalt. Die kurzweiligen Geschichten von Mischa-Sarim Vérollet hinter dem Buchdeckel, sind dagegen durchaus gelungener. Wenn man von ein, zwei schwächeren Storys absieht, bekommt man für sein Geld herrlich amüsante Unterhaltung, die gerne mal ins leicht Surreale weg plätschert. Seine Kindheit, auf Gibraltar geboren und irgendwann in Bielefeld gestrandet, war keine leichte: schiefe Zähne, Vorhautverengung und brutale Gegner beim Straßenfußball. Genug Stoff also für amüsante Anekdoten. Ich selbst durfte seinen wuscheligen Lockenkopf schon auf dem ein oder anderen Poetry Slam bewundern und fand den Kerl auf Anhieb so sympathisch, dass ich hier einfach ein kleines bisschen Werbung machen muss. Vor allen, weil als Sahnehäubchen obendrauf die Geschichten vom Flix illustriert wurden.

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