fleischbeschau

Freitag, 17. April
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,Porn Identity‘ heißt die Ausstellung in der Kunsthalle Wien und zeigt genau das, was man erwartet. Leider nicht mehr, leider nicht differenzierter, erst recht nicht analytischer. Ich war eh nur wegen der Texte da (wer’s glaubt …). Beim verlassen des Gebäudes hatte man das Gefühl, dass sich die Kuratoren mal gesagt haben: Komm, lass uns ma geil Porno machen, aber Kunst muss auch irgendwie bei sein. Das mit Abstand interessanteste Exponat war eine Replik des Korova-Milch-Bar-Mädel aus Stanley Kubricks ,A Clockwork Orange‘ (siehe Programmheft). Auf Platz zwei ein Kunstporno aus den Achtzigern. ’ne krude Mischung aus Deep Throat, Blade Runner und Rocky Horror Picture Show. Das gefiel mir. Für den Rest, hätte man nur das Internet bemühen müssen. 

Am frühen Abend wurde meine Person dann begafft und begutachtet, die erste WG-Vorstellung stand an. Supernette Leute, nur die Durchgangszimmer be-fremdeten mich. Scheint es hier aber öfter zu geben. Wie soll das ablaufen? schuldigung, war n bissl länger feiern, kann ich ma durch? Ach, viel Spaß noch beim poppen. Außerdem nimmt man doch nicht gleich das erstbeste Zimmer, oder? Ich hätte es zumindest bekommen. Naja, habe noch genug Zeit mich weiter umzusehen.

Gegen Mitternacht war ich dann wieder derjenige, der gaffen durfte. Instru-mentale Surfer-Band mit Burlesk-Stripperin. Der Laden ist top, die Stripperin war so lala. Sie zu ,Misirlou‘, dem Pulp Fiction-Theme performen zu lassen, fand ich ja mal sowas von abgedroschen …