Einfach mal nicht zahlen

Sonntag, 12. April
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Einfach mal nicht zahlen, die Strafe, die man von uns fordert. Einfach mal nicht zahlen, die Strafe für ein Vergehen das wir begangen haben oder das wir nicht begangen haben oder dem man uns verdächtigt. Einfach mal nicht zahlen, weil es kein Vorsatz war, sondern nur unsere Dusseligkeit, unsere Übermüdung.

Einfach mal nicht zahlen, auch wenn es sich auszahlen würde. Einfach mal nicht zahlen, weil alles seinen Preis hat, der uns stets im Nachhinein genannt wird. Beim großen Ausverkauf, wenn alles so vermeintlich billig ist.

Einfach mal nicht zahlen, denn wo Zahlen zählen, zählen Seelen wenig.

 

Es einfach mal irgendwem NICHT heimzahlen, weil er es dann UNS wieder heimzahlen würde, weil wir es dann IHM wieder heimzahlen und weil am Ende irgendwer mit dem Leben zahlt.

Einfach mal nicht zahlen, denn: don’t pay the ferryman.

 

Einfach mal nicht zahlen, die Zeche, die andere prellen, in ihrer Gier, in ihrem Durst nach mehr. Und wir? Wir schimpfen an unserem Stammtisch und schlucken das Unrecht mit dem nächsten Bier runter. Und für manche bleibt nur das Flaschenpfand. Vom Boden aufgelesen und im Einkaufswagen fortgeschoben.

Einfach mal nicht zahlen, denn irgendwer zahlt immer.

 

Einfach mal nicht zahlen, das ist das Einzige was zählt.