Dienstag, 18. August
Fusilli

Fusilli

Handgerollte Fusilli. JEDE EINZELNE NUDEL. Etwas schwerer als es eigentlich sein müsste, da der Teig ein klein wenig zu weich war. Ansonsten dürfte es aber recht fix gehen. Zumindest laut einem youtube-Video. Aber da waren es italienische Nonnas und die haben das ja alle noch mit der Miuttermilch aufgesogen.

Und bevor sich irgendwer nach Ansicht des verlinkten Videos fragt: Nein – ich habe meinen Regenschirm nicht auseinander genommen.

Sonntag, 9. August
Wiener Sommermorgen

Für mein iPad-Magazin-Projekt bin ich heute in aller Herrgottsfrühe aufgestanden, um ein geeignetes Coverbild zu shooten. Das erhoffte Ergebnis war zwar nicht dabei, dafür andere feine Eindrücke. Die Wiener Weinberge sind einfach der Hammer! … Oder habe ich das schon einmal erwähnt 😉

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Dienstag, 7. Juli
Battlestar Gelatoca

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DAS neue Gastroding (nach der Burgerwelle) sind hippe, biologischorientierte Eissalons, jenseits irgendwelcher 80er-Jahre Italo-Charmes. Gerne auch mit ausgefallenen Sorten und vegan sowieso. In Wien haben dieses und letztes Jahr 5 oder 6 Läden aufgemacht – von denen ich jetzt alleine weiß. Die eisige Dunkelziffer dürfte sicher höher liegen. Zeit also für einen kleinen Überblick in beliebiger Reihenfolge:

 

1.) Leones

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Im Nachbarhaus meiner ehemaligen WG hat heuer dieser feine Laden geöffnet. Verkehrsgünstig gegenüber dem Alten AKH besticht er zunächst einmal mit seiner sehr liebevollen Einrichtung (die Deckenlampen sind umgedrehte Eiswagenhauben). Die Theke aus Sichtbeton ist der feuchte Traum eines jeden Architekten.

Die Eissorten sind eher klassisch gehalten. Ganz verwegene Geschmackskombinationen gibt es hier nicht. Kommt vielleicht noch. Beim Design geht mir das Herz auf und liegt mit seiner Klarheit gestalterisch absolut im Trend.

Gehört mit 1,80 € pro Kugel aber zu den teureren Salons.

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www.leones.at

Lange Gasse 78, 1080 Wien (Ach, seufz. *Sehnsucht krieg*)

 

2.) Veganista

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Das Logo ist der Hammer! Sollte einen Preis bekommen. Unbedingt. Die Lage ist eher semioptimal. Die Neustiftgasse gehört jetzt nicht unbedingt zu den schönsten Ecken im Bezirk. Außerdem ist nur Abendsonne da.

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Da ich bekennender Milchjunkie bin, fühle ich mich bei der Bewertung des rein veganen Ladens etwas befangen. Ganz überzeugt war ich nicht. Was aber toll ist, sind die ausgefallenen Sorten wie Erdbeer-Agave, Basilikum oder Heidelbeer-Lavendel. Und die kompostierbaren Eisbecher!

1,60 € die Kugel. Eine eingeschworene Fangemeinde hat der Laden ohnehin. Ich komme irgendwann mal wieder.

www.veganista.at

Neustiftgasse 23, 1070 Wien

 

3.) Schelato

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Ebenfalls neu seit diesem Jahr. Name und Logo sind grenzgenial. Drinnen sieht es eher „studentisch“ aus. Überzeugt mich jetzt nicht. Von der Eis-Herstellung verstehen Sie aber was. Weichsel mit Oregano oder Granatapfel mit Basilikum. Und das Haselnusseis ist das zweitbeste Wiens. (Nach Tichy. Und das ist schlicht sagenhaft.) Einziges Manko: Das Stanitzel war nur määhh.

Preis pro Kugel bei 1,40 €. Dafür mit Südsonne und schönem Schanigarten.

www.schelato.at

Lerchenfelderstraße 34, 1080 Wien

 

4.) Gefrorenes

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Direkt neben dem Votivkino und somit in direkter Nachbarschaft zum Schottentor hat dieser Eisladen heuer seine Pforten eröffnet. Die Gestaltung, auch wenn schon etwas abgenudelt, gefällt mir sehr gut, Der Name passt auch. Mit dem Motto kann ich allerdings gar nichts anfangen. „Eis wie damals“. Ich habe keine Ahnung wie Eis damals war und was es ausgezeichnet hat. Für mich hat Eis eher eine Entwicklung zur jetzigen Qualität durchgemacht. Damals, in den seligen 50ern, kippten sie wahrscheinlich noch Erdöl ins Schokoeis.

Passend zum Motto hat das Resultat weder mich noch meine beiden Begleiterinnen geschmacklich umgehauen. Dafür punktet die Lage und ein paar ausgefallene Sorten wie Apfelstrudel, Sachertorte und Sisi Mandel. Die Kugel 2,30 €. Zwei Geschmackssorten inkludiert.

Währinger Straße 12, 1090 Wien.

5.) La Romana

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Ebenfalls neu und in der Peripherie der MaHü hat ein italienisches Original eröffnet. Unten beim Stiefel ist es ein Franchise, was man an der massenkompatiblen Gestaltung auch unschwer erkennt. Jetzt haben sie in Wien, der Eishauptstadt Europas, die erste Auslandsfilliale eröffnet. Geschmacklich lassen die sich natürlich nicht lumpen. Das Eis ist ultracremig, fast schon Softeis. Schnell lecken ist angesagt, sonst trieft es die Hand hinab. Leider können die Stanitzel gar nichts. Statt selbstgemacht und knusprig sind sie diese typischen Ultraleicht-Waffeln. Aber als Ausgleich füllen sie in die Spitze flüssige Schokolade! Der letzte Bissen ist also der Beste.
Gerne wieder. Für 2,50 € gibt es zwei Sorten. Allerdings ist das Haselnusseis trotz italienischer Gelatokunst keine Gefahr für Platz zwei und eins.
Stiftgasse 15-17, 1070 Wien

 

6.) Organic Icecream, Heiling

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Ich weiß nicht, was das soll. Inmitten dem Eisheiligen Hotspot Wiens, eingeklemmt zwischen Zanoni und Eis am Schwedenplatz einen weiteren Stand zu eröffnen. Das ist doch ökonomischer Tiefkühlselbstmord. Es kommt mir auch ein bisschen so vor, als dass Organic Icecream nur die Kunden abbekommt, die keine Lust haben sich beim Eis Greissler in die Schlange zu stellen. Zumindest deuten die drei Promotoren daraufhin, die einem immerzu eine Kostprobe andrehen wollen, weil sie keinen haben, dem sie etwas verkaufen können. Meine Kostprobe war so lala. Auf jeden Fall nicht überzeugend genug, um ein paar Meter weiter mich nicht doch in die Schlange vom Greissler zu stellen.

www.heilingeis.at

Rotenturmstraße  22, 1010 Wien

 

7. Eis Greissler

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Er war der Erste. 2011 stellte er sich todesmutig zwischen die etablierten Eismafiapaten und löffelte sein Bioeis in die Stanitzel der freudigen Kundschaft. Klingt hart für alle anderen, aber der Eis Greissler ist die Messlatte für die trendigen Nachkommer. Soooo schön gestaltet. Geradezu Zeitlos. Das Stanitzel ideal Knusprig. Jeder Wienbesuch wird hierher geführt. Nur ein Eissalon in Wien ist noch unübertrefflicher: Tichy mit seinen Eismarillenknödeln und, eh klar, dem Haselnusseis.

1,50 € die Kugel. Ziegenkäse ist der Exotengeschmack, Butterkeks mein Liebling und das Eiskonfekt der Wahnsinn. Immer noch meine Nummer 1.

www.eis-greissler.at

Rotenturmstraße 14, 1010 Wien

Mittwoch, 1. Juli
Sommer Donaukanal

Für mein kommendes iPad-E-Magazin-Projekt habe ich mal eine kurze Zeitrafferspielerei unten am Kanal ausprobiert. Das grobe Gegensteuern mit der Blende erzeugt natürlich ein ordentliches Flackern. Das in der Raw-Entwicklung manuell auszugleichen wäre eine Arbeit für ein verregnetes Wochenende. Eher also nicht. Im Magazin verpielt es sich ohnehin. Und fürs nächste Zeitraffersujet suche ich mir dann halt ein Motiv mit konstanter Beleuchtung aus.

Montag, 22. Juni
May the cash be with you!

Ich war am Wochenende in Zürich. Endlich und zum ersten Mal. Und auch wenn die schmucken Gässchen der Schweizer Stadt am See wirklich sehr reizvoll sind, durfte sich eine leicht abgerockte Fabrik ein Stück Abseits das eigentliche Sightseeing-Highlight nennen.

Mein sehnsüchtig erwartetes Bircher Müsli im wunderbar plüschigen Café Schober blieb allerdings leicht hinter den Vorschusslorbeeren zurück. Zwar schön beerig, aber zu wenig „schlonzig“ und somit bestimmt noch nicht das haferflockige Non plus ultra. Wer in Zürich also weiß wo man das ultimative Bircher bekommt, darf sich gerne bei mir melden. Merci!

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Montag, 15. Juni
Vier für den ewigen Frieden

Für mein derzeitiges E-Magazin-Projekt war ich wieder einmal in aller Herrgottsfrühe am Friedhof. Beim überwucherten Westteil. Neben diesen schönen Bildern habe ich auch vier Zecken mit nach Hause genommen, die sich an meinen Beinen festgebissen hatten. Jetzt haben wir eine Zeckenzange aus Plastik daheim.

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Freitag, 5. Juni
bronzefarbenes Erz

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Ich gehöre ja nicht zu denen, die mit ihrem Bierkonsum in einem besonderen Ausmaß in Erscheinung treten, aber so grundsätzich mag ich ja sehr wohl das kühle Blonde. Nun, in Zeiten der aufkommenden Kleinbrauereien, bin ich auf ein wirklich feines Bierchen gestoßen. Auf meinem Lieblingsmarkt, dem Karmelitermarkt, stehen sie mit einem kleinen Standl. Jeden Samstag. Erzbräu. Aus Niederösterreich. Kein Vergleich zu dem Massenkram aus den Supermarktregalen. Zwei Sorten habe ich gekostet. Das Bergquell – frisch, leicht und fruchtig wie es so manches Radler nicht hinbekommt. Und den schwarzen Grafen – bernsteinfarben, würzig, malzig. Ein richtiges Abendbrotbier.

Jetzt also einen Grund mehr, sich auf Samstag morgen zu freuen. Und auf den klackernde Kratzen von Glas, wenn sich die Biere im Stoffsackerl mit der Rohmilchflasche anlegen. Dann steht nämlich wieder ein genussvolles Back- und Kochwochenende vor der Küchentür.

Wohl bekommt’s!

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Sonntag, 26. April
Frühling in Brünn

Mitten, drinnen, auf und um das Improfestival der Drehbühne Brno.

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Montag, 20. April
jetzt wirds ätzend

Als Viertel Bayer und Viertel Schwabe musste ich alleine von meinen Genen her mich irgendwann ans Brezel-Backen wagen. Mit allem was dazugehört: Schutzbrille, Putzhandschuhe und Natriumhydroxid von einer sinistren Chemiestube aus Margareten. Jetzt hat mein lieber KARLBY Masern, weil IKEA keine laugenresistenten Küchenplatten hinbekommt. Wie dem auch sei: Die Brezeln waren hervorragend. Der Knotenschwung wird beim nächsten Mal besser. Und Schmiergelpapier kann Wunder bewirken.

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Sonntag, 12. April
manifattura di pasta

Interessant zu wissen, dass man selbst in einer so hochkapitalistischen Konsumgesellschaft wie die unsere bei weitem noch nicht alles kaufen kann, was man so möchte. Trockenrahmen beispielsweise. Für Nudeln, Kräuter oder Gemüsechips. Konnte ich beim besten Willen nirgendwo auftreiben. Selbst Google zeigte mir den Stinkefinger. Und ich habe immer gedacht Amazon hat das ultimative Gottes-Weltwarenlager, in dem man wirklich alles bestellen kann. Sogar eine Welt ohne Amazon. Von wegen. Also musste ich nach ewigen Zeiten mal wieder zu einem Boesner tingeln. Hab da ein paar Selbstbau-Bilderrahmen eingepackt und vom Baumarkt noch ein Fliegengitter aus Fieberglas mitgenommen. Dann musste ich noch mal zum Baumarkt, weil ich keinen Tacker hatte bzw. mir keinen borgen mochte. Wer weiß, wie viel Trockenrahmen ich noch so zusammentackern muss in Zukunft. Lieber mal einen parat haben. Die ersten beiden Rahmen klappten auch schon ganz gut. Zwar etwas schief, aber ich will ja keinen Picasso aufhängen. Jetzt nur noch ein Weilchen warten, dann werde ich wissen, wie selbgemachte luftgetrocknete Bandnudeln schmecken.

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