Samstag, 22. November
Wieder in Wien

Sie könnten nicht gegensätzlicher sein: die Umstände, unter denen ich dieser Tage zum zweiten Mal nach Wien ziehe – im Vergleich zu 2009. Damals war es Frühling, ich fuhr mit Sack und Pack alleine ins Unbekannte, kannte in Wien eigentlich keine Menschenseele und einen Job hatte ich auch nicht. Einst schob mich etwas aus Deutschland fort, nun zog mich etwas nach Wien. 2009 folgten die vier besten Jahre meines Lebens. Seit letzter Woche … zugegeben – genau diesen Punkt würde ich nicht gerne gegensätzlich sehen wollen.

Ein wenig muss ich daher an John Lennon denken. Nicht, dass ich mich mit ihm in irgendeinerweise gleich setzen möchte, aber John Lennon hat bitter dafür gekämpft in seinem geliebten New York bleiben zu dürfen. Die Amis wollten ihn nicht, den britischen Hippie und verweigertem ihm beharrlich die Green Card. Irgendwann, nach zähem Ringen, klappte es dann doch. Und so war er am späten Abend des 8. Dezembers 1980 immer noch in New York.

Ich bin mir sicher, frage man John heute im Musikerhimmel, ob er seine Entscheidung im Big Apple zu bleiben nun bereue, er mit einem klaren “Nein” antworen würde. Und so bin ich zuversichtlich, was auch immer da kommen mag. Zumindest glaube ich schon ein mal nicht an einen geistig verwirrten Attentäter, der mir auf der MaHü auflauert.

Denn wenn auch beim Umzug der Himmel über Österrreich in einem müden Novembergrau ruhte, brachen die Wolken kurz vor dem Ziel auf und das abendliche Wiener Umland wartete im verheißungsvollen Messing und Kupfer. Lassen wir also alles auf uns zukommen.

Montag, 10. November
Klettenberg

Köln ist Geschichte. Nach nicht einmal einem Jahr. Die Hirschbergstraße hat nie ihren Gipfel erklommen. Im Bergseezimmer wurde das Wasser abgelassen, jenseits des Flurs – im “la peche croquant” – die Stühle eingeklappt. Mein kleiner Balkon wurde nicht einmal richtig eingeweiht. Der Sommer war ja so abspenstig wie das Gefühl in Köln angekommen zu sein. Zur Zeit ist mein Hab und Gut eingelagert und fortgesperrt. Zum zweiten Mal innerhalb 15 Monate. Ich bin gespannt, wann und wo genau es sich wieder entfalten wird.

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Montag, 20. Oktober
In den letzten Wochen

Was halt so gesehen oder getan wurde.

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Sonntag, 5. Oktober
Kölle

Ja, ich lebe tatsächlich noch da. Am Rhein. Aber nicht mehr lange. Es geht wieder zurück nach Wien. In ein paar Wochen – rechtzeitig zum Christkindlmarkt.

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Samstag, 20. September
Drive to get off

Susi und ich halten eine Lesung ab – und Moritz schwurbelt dazu auf seinem Synthi. Unter dem Motto “Drive to get off” findet sie im im Rahmen des Anno Literatur SOnntags (ALSO) statt. Am 12. Oktober 2014 um 20:00 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen unseren literarisch-musikalischen Geschichten zu lauschen (und ein wenig meinen Geburtstag zu feiern)!

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Maybe I ride, maybe you walk / Maybe I drive to get off, baby“ (R.E.M.)

Mittwoch, 10. September
1000 Wörter, zwischendurch

Es gibt mal wieder eine 1000-Wörter-Geschichte. So nebenbei entstanden, da die Lust zum Schreiben wieder zugenommen hat. Respektive die Zeit.

Das Gift der Sterne

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Donnerstag, 28. August
Ein Sackerl Drama

Wildschweine, Schönbrunn und jede Menge Drama! Außerdem noch die Erkenntnis, dass 1/3 aller Fahrgäster der Wiener Linien mit der U3, U6, 6, 43 und 13A unterwegs sind. Drei davon waren auch immer meine Hauptadern.

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Dienstag, 19. August
Köln …

… nach dem Kino (‘Lucy’ von Luc Besson). Und damit habe ich für den besten Moment des Abends selber gesorgt.

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Dienstag, 5. August
Und dann noch Berlin hinterher

Friedrichshain, Tempelhof, Mauerpark. Das Übliche halt.

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Halt! Eine, für Berlin vielleicht nicht unübliche, aber dennoch erwähnenswerte Sache ist dann doch passiert: Mir ist Max Riemelt über den Weg gelaufen. Einer von der jungen deutschen Schauspielgarde, den ich sehr mag. Schön, dass sich unsere Wege für nen Bruchteil eines Momentes mal gekreuzt haben. Wenn auch nur in einseitiger Kenntnis.

Dienstag, 5. August
In Bruges

Ich war mal wieder in der Stadt, in der man ganz romantisch Gnome erschießen kann. Und in der man unbedingt einen Haufen Schoki essen und bei Nacht durch die beleuchteten Mittelaltergassen streifen muss. Was heißt “muss”? Man “muss” natürlich nicht. Es ist nur verdammt noch mal, die beschissen beste Schokolade der Welt und die Gässchen einfach himmelschreiend hinreißend. Aber man “MUSS” nicht.

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Und dann haben wir noch dieses ziemlich seltsame Bild in einer Kirche entdeckt. Kaum zu glauben, dass es davon wirklich keine einzige blöde Touri-Postkarte gibt. Auch nicht á la: “Ich war in Brügge und alles was ich bekam, war eine Ladung Muttermilch ins Gesicht gespritzt.” Tse …

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